Nur du und ich und über uns die Sterne – Rezension

Hallöchen ihr Lieben,

in der heutigen Rezension geht es um ein eher ungewöhnliches Buch. Ein Jugendbuch, dass sich in der Art und Weise mit Homosexualität auseinander setzt, war mir bis jetzt noch nicht untergekommen. Aber bekanntlich gibt es ja für alles ein erstes Mal! Vielen Dank an Netgalley und Forever by Ulllstein, für das Rezensionsexemplar.

Titel: Nur du und ich und über uns die Sterne

Autorin: Nina Schiffer

Verlag: Bastei Lübbe

Erschienen am: 05. 03. 2018

Seitenanzahl: 290 (eBook Ausgabe)

ISBN: 9783958182585

 

Preis: 3,99 € (eBook)

Klappentext:

Es ist egal, was die anderen sagen: Mia muss auf ihr Herz hören.

Eigentlich liebt Mia ihren Freund Jonas. Nach einem Jahr ist das Bauchkribbeln zwar weg, aber das ist doch ganz normal, oder? Mia ist sich sicher, das kriegen sie wieder hin. Wenn nur die Neue nicht wäre, Luca, und ihre strahlend grünen Augen. Als Luca auf einer Party ein Mädchen küsst und dadurch die halbe Schule gegen sich aufbringt, muss Mia eine Entscheidung treffen: Soll alles so bleiben, wie es ist? Oder soll sie endlich zu ihrer Meinung stehen – und zu ihren Gefühlen …

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Meinung:

Am Anfang, als ich das Cover und den Klappentext gesehen habe, war ich begeistert. Endlich mal ein Jugendroman in dem das Thema LGBTQ+ nicht nur bei irgendwelchen Nebencharakteren eine Rolle spielt. Trotzdem konnte mich „Nur du und ich und über uns die Sterne“ in dieser Hinsicht nicht wirklich überzeugen.
Die Charaktere sind alle ungefähr in meinem Alter, benehmen sich dafür aber ziemlich merkwürdig. Welche Jugendliche würde denn bitte das Rumliegen mit ihrem Freund im Garten von dessen Oma, als ihr einziges Hobby beschreiben? Bei einigen anderen Punkten kam Mia ebenfalls ziemlich kindisch rüber, so als wäre sie 6 und nicht 16.

Auch Mias plötzlich neuentdeckte Bisexualität kam irgendwie nicht glaubwürdig rüber. Klar, besonders in dem Alter entwickelt sich vieles, und man macht neue Erfahrungen. Aber das sie sich auf einmal wie aus dem Nichts in ein Mädchen verliebt, dass sie nicht kennt und das zufällig lesbisch ist, war dann doch irgendwie zu plötzlich.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Tatsache, dass sie auch auf Frauen steht, vorher nie wahrgenommen hat und plötzlich Lucas Augen alles verändert haben, ist dann doch verschwindend gering. Als Leserin, die sich selbst als bisexuell identifiziert, hätte ich mir da ein bisschen mehr Glaubwürdigkeit gewünscht.

Ein großes Thema in dem Buch ist Homophobie und wie man damit umgehen sollte mit einer queeren* Person befreundet zu sein. Mia drückt es ganz passend aus, immerhin macht es theoretisch keinen Unterschied, ob man mit einem hetero Jungen oder einem lesbischem Mädchen befreundet ist. In der Realität wird aber doch häufig ein Unterschied gemacht, und Menschen reagieren auf Outings oft negativ. Diesen Aspekt greift der Roman sehr gut auf und es hat mir sehr gut gefallen, dass auch das Thema der Eltern, die die Sexualität ihres Kindes nicht akzeptieren, aufgegriffen wurde. Der typische Satz „es ist nur eine Phase“ wurde wiederholt aufgegriffen, und auch das „wir ignorieren das einfach, dann wird sich das schon von alleine regeln“.

Im Gegensatz zu Mia fand ich Luca deutlich sympathischer und echter. Sie ist ein Mensch, der auch die ein oder andere Macke hat und bei dem nicht immer alles perfekt ist. Aber sie setzt sich ein für die Dinge, die ihr wichtig sind, und auch mit dem ganzen Hass, der ihr entgegengebracht wird, geht sie bewundernswert um. Statt sich völlig fertig machen zu lassen, zieht sie Kraft aus ihrer Freundschaft zu Mia, und setzt sich zur Wehr.

Insgesamt konnte mich „Nur du und ich und über uns die Sterne“ nicht wirklich überzeugen, da ich dem Roman vieles nicht abgekauft habe. Trotzdem setzt er sich mit einer wichtigen Thematik auseinander, mit der sich auch Jugendliche schon beschäftigen sollten.

*für alle denen das Wort nichts sagt: queer bedeutet wörtlich „von der Norm abweichend“ wenn ein Mensch queer ist, meint man damit, dass dieser nicht hetero ist und / oder sich nicht mit seinem biologischen Geschlecht identifiziert.

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3 Gedanken zu “Nur du und ich und über uns die Sterne – Rezension

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