Haare färben mit Henna

Hallöchen ihr Lieben,

ja ich geb es zu, ich bin gar nicht von Natur aus rothaarig. Stattdessen schmückt meinen Kopf eher ein eindrucksvolles Straßenköterblond. Da ich irgendwann Lust auf was neues hatte und außerdem schmerzhaft feststellen musste, dass ich allergisch auf chemische Tönungen reagiere, beschloss ich meine Haare mit Henna zu färben.

Zu erst habe ich verschiedene Henna Haartöne von Sante ausprobiert, dann aber zu dem Henna von Lush gewechselt, weil ich das verpackungsfrei bekommt. Lediglich das Etikett fällt als Müll an, da sie leider verpflichtet sind mich über die Inhaltsstoffe zu informieren.

Während das Henna von Sante in Pulverform daher kam, kriegt man bei Lush das Henna im Block mit Kakaobutter. Da sich aber die Anwendung ansonsten nicht unterscheidet lässt sich diese Anleitung auf beide Hennaformen anwenden.

 

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So sieht ein Lush Henna Block aus. Ich habe den Farbton Rouge verwendet. Henna Pulver hat eine gelb bis grünliche Farbe, je nach Farbton.

1. Henna zerkleinern

Dieser Schritt entfällt beim Hennapulver natürlich. Den Hennablock kann man ganz einfach mit einem Messer in kleine Teile schneiden, ähnlich wie bei Block Schokolade.

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2. Rotwein kochen

Ich habe meine Haare meisten zusätzlich zum Henna noch mit Rotwein gefärbt, der intensiviert das Farbergebnis bei Pulverhenna. Beim Hennablock habe ich damit eher schlechte Erfahrungen gemacht und greife seit dem wieder auf kochendes Wasser zurück.
Wer sich für den Hennablock entscheidet, dem empfehle ich das Henna im Wasserbad schon mal ein wenig anzuschmelzen um im Anschluss einfacher die Paste herstellen zu können.

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3. Zusammenkippen

Egal ob man sich für kochenden Rotwein, heißes Wasser oder schwarzen Tee als Flüssigkeit entschieden hat, am Ende muss man das Henna mit besagter Flüssigkeit mischen. Besonders das Pulverhenna neigt dazu im nassen Zustand eher unangenhem zu riechen, aber man gewöhnt sich recht schnell daran. Grundsätzlich sollte man so viel Flüssigkeit verwenden, dass aus dem Hennapulver / -block eine Paste mit der Konsistenz von geschmolzener Schokolade wird. Wenn man zu wenig Flüssigkeit hinzugibt hat man Schwierigkeiten die Paste in die Haare ein zu massieren, bei zu viel geht einiges an Farbkraft verloren und die Farbe läuft schnell wieder aus den Haaren.
Auch sollt man darauf achten wirklich alle Klümpchen zu verrühren bevor man die Masse in den Haaren aufträgt.

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4. nur noch auftragen

Haben wir nun die fertige Paste in der Farbe von, nennen wir es mal Mousse au Chocolat, kann das Ganze in die Haare einmassiert werden. Dabei empfiehlt es sich von Ansatz in die Spitzen zu arbeiten und strähnchenweise vorzugehen. Am Besten ein altes Oberteil anziehen, da Henna ordentliche Flecken verursacht.

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5. Einwirken lassen

Wenn man alle Haare erwischt hat kann man sich eine Duschhaube aufziehen um das Ganze warm zu halten und nicht in der ganzen Wohnung zu verteilen. Wer keine zur Verfügung hat kann auch ein altes Handtuch verwenden. Henna muss so um die 3 Stunden einziehen, je länger die Einwirkzeit desto intensiver das Ergebnis.
In dieses drei Stunden lohnt es sich ab und zu mit dem Föhn die Haare wieder zu erwärmen, Henna reagiert unter Wärme nämlich besser. Nach der Einwirkzeit kann das Hennapulver einfach ausgewaschen werden, wer das Lush Henna benutzt hat muss sich im Anschluss noch mal die Haare waschen um die Kakaobutter zu lösen. (Warnung,  die Badewanne / Dusche muss danach ordentlich geputzt werden!)

Ein paar Anmerkungen zum Schluss:

  • Henna ist eine dauerhafte Färbung, zwar wäscht sich die Farbe leicht raus, aber ganz verschwinden tut sie nicht.
  • Im Gegensatz zu chemischen Haarfarben kann Henna Haare nicht aufhellen, sondern immer nur drüber färben.
  • Manche Menschen reagieren auf Henna allergisch, also unbedingt vorher einen Allergietest machen.
  • Henna macht eine riesige Sauerei, deswegen lohnt es sich den Färbevorgang draußen zu erledigen, oder alles was nicht eingefärbt werden darf wegzuräumen.
  • Henna legt sich als zusätzlicher Schutzfilm um die Haare, deswegen glänzen sie danach schön und die Haare werden voller.
  • Am besten eine Probesträne färben bevor man sich an die ganzen Haare wagt.
  • Nicht nur Haare reagieren wunderbar auf Henna, sondern auch Haut, Finger und alles andere. Wer zum Auftragen keine Handschuhe verwenden möchte kriegt die Flecken mit Olivenöl weg.
  • Ölkuren und Öl im Allgmeinen lösen Henna, deswegen muss man vorsichtig sein bei Haarmasken (nicht so wie ich damals)

Färbt ihr auch eure Haare, wenn ja womit und welche Farbe?

Eure Antonia

 

 

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2 Gedanken zu “Haare färben mit Henna

  1. Ich möchte aktuell weg von chemischen Färbungen und wollte deshalb bald Henna ausprobieren, darum passt der Beitrag jetzt perfekt, danke dafür! Gerade der Tipp wo man es überhaupt herbekommt ist super, danach wollte ich nämlich die Tage mal suchen und wäre vermutlich verzweifelt. Dass es eine ziemliche Sauerei macht, habe ich schon öfter gehört, darum werde ich das wohl noch mal absprechen müssen. Ich bin dir auch super dankbar für den Hinweis mit dem Olivenöl, das wäre nämlich der nächste Punkt gewesen, an dem ich nicht mehr weiter wüsste 😀 Danke für den Beitrag!

    Gefällt 1 Person

    1. Toll, dass der Beitrag dir geholfen hat. Um die Sauerei in Grenzen zu halten setzte ich mich immer auf eine Malerfolie und schüttel die dann anschließend im Garten aus. So muss ich zumindest nur die Badewanne putzen, und nicht das ganze Bad 🙂

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